Die Kantonale Industrie- und Gewerbeaufsicht (KIGA) von WAS Wirtschaft Arbeit Soziales führte im ersten Halbjahr 2021 in 229 Betrieben Kontrollen bezüglich des Schwarzarbeitsgesetzes (BGSA) durch. Ein spezielles Augenmerk galt den Coiffeurgeschäften. Bei keiner Kontrolle mussten den Strafuntersuchungsbehörden Verstösse gemeldet werden.

Schwarzarbeitskontrollen - Erste Jahreshälfte 2021

In 17 verschiedenen Branchen hat die KIGA von WAS wira Luzern in den letzten sechs Monaten insgesamt 229 BGSA-Kontrollen vorgenommen. Dabei wurden total 673 anwesende Personen kontrolliert. Kontrollen im Zusammenhang mit Schwarzarbeit werden üblicherweise risikobasiert, das heisst nach Meldung Dritter, durchgeführt. Aufgrund eines vom Kantonsrat am 10. Mai 2021 als erheblich erklärten Postulates wurde die Coiffeurbranche stärker in den Fokus der Schwarzarbeitskontrollen gestellt. Mit 26 Kontrollen in Coiffeurgeschäften entspricht der Kontrollanteil 11.35% aller kontrollierten Betriebe.

Die Kontrollen der Coiffeurbetriebe wurden in verschiedenen Gemeinden des Kantons Luzern durchgeführt. Davon erfolgten 14 Kontrollen in Zusammenarbeit mit der Luzerner Polizei und der paritätischen Kommission für das schweizerische Coiffeurgewerbe. Die paritätische Kommission prüft jeweils die Einhaltung des verbindlichen Gesamtarbeitsvertrages. Bei diesen Kontrollen sind 45 Personen (Angestellte und Geschäftsführende) überprüft worden. Bei keiner der Kontrollen sind vor Ort Verstösse festgestellt worden, welche direkt den zuständigen Strafuntersuchungsbehörden hätten gemeldet werden müssen.

Anlässlich der Kontrollen zum BGSA sind verschiedene Unterlagen wie z.B. Arbeitsverträge, Lohn- und AHV-Abrechnungen, Betriebsabrechnungen etc. eingefordert und den zuständigen Partnerstellen (Amt für Migration, Dienststelle Steuern, WAS Ausgleichskasse Luzern, Paritätische Kommissionen etc.) zur Prüfung weitergeleitet worden. Dabei wird die Einhaltung der Melde- und Bewilligungspflichten gemäss Sozialversicherungs-, Ausländer- und Quellensteuerrecht geprüft. Allfällige Sanktionen werden direkt von den jeweiligen Partnerstellen ausgesprochen. Die KIGA von WAS wira Luzern wird im Anschluss mit allfälligen Sanktionsentscheiden bedient. Dies kann bis zu einem Jahr dauern.

Auch für die zweite Jahreshälfte sind weitere Kontrollen in verschiedenen Branchen geplant.